Eine gute Schwimmbrille macht für Kinder beim Schwimmen einen großen Unterschied. Egal, ob dein Kind gerade mit dem Schwimmunterricht beginnt, gern im Schwimmbad spielt oder schon mehrmals pro Woche trainiert: Eine angenehm sitzende Schwimmbrille hilft dabei, mit Vertrauen ins Wasser zu gehen.
Doch welche Kinder-Schwimmbrille ist die beste? Es gibt viele Modelle – von bequemen Brillen für den Schwimmunterricht bis hin zu kompakten Wettkampf-Schwimmbrillen. Die Unterschiede liegen vor allem in der Passform, der Abdichtung rund um die Augen und dem jeweiligen Einsatzzweck.
Wir helfen dir bei der Auswahl und stellen vier Modelle von Arena und Speedo vor. Dabei achten wir nicht nur auf die Eigenschaften, sondern vor allem darauf, was dein Kind beim Schwimmen braucht. Denn die beste Kinder-Schwimmbrille ist letztlich jene, die gut sitzt und die dein Kind gerne trägt.
Welche Kinder-Schwimmbrille ist die beste Wahl?
Für Kinder, die gerade mit dem Schwimmen beginnen, sind Komfort und eine einfache Anpassung meist am wichtigsten. Eine weiche Dichtung fühlt sich angenehm an, und ein leicht verstellbares Band sorgt dafür, dass die Brille schnell gut sitzt.
Bei Kindern, die regelmäßig trainieren, wird eine stabile Passform wichtiger. Sie schwimmen länger am Stück, machen mehr Wenden und stoßen sich öfter von der Wand ab. Dabei sollte die Brille gut sitzen, ohne dass das Band sehr fest angezogen werden muss.
Für junge Wettkampfschwimmerinnen und Wettkampfschwimmer kann ein kompakteres Modell mit verstellbarem Nasensteg eine gute Wahl sein. Damit lässt sich der Abstand zwischen den Gläsern genauer anpassen.
Ein teureres Modell ist nicht automatisch besser. Für den Schwimmunterricht kann eine einfache Kinder-Schwimmbrille bestens geeignet sein, während eine Wettkampfbrille erst dann interessant wird, wenn dein Kind intensiver schwimmt.
Überlege deshalb zuerst, wofür die Brille verwendet wird. Danach kannst du in unserer Auswahl an Kinder-Schwimmbrillen ein passendes Modell wählen.
Unsere Top-Auswahl an Kinder-Schwimmbrillen
Wir haben vier Modelle ausgewählt, die jeweils zu einer anderen Art des Schwimmens passen. So kannst du gezielt vergleichen, ohne gleich Dutzende Brillen ansehen zu müssen.
1. Speedo Biofuse 2.0 Junior – unsere Wahl für Komfort und Schwimmunterricht
Die Speedo Biofuse 2.0 Junior ist eine interessante Wahl für Kinder, die eine bequeme Schwimmbrille für den Schwimmunterricht und regelmäßiges Schwimmen suchen.
Die Brille hat weiche Dichtungen und einen flexiblen Rahmen, der sich der Gesichtsform anpasst. Dadurch fühlt sie sich anders an als eine kompakte Wettkampf-Schwimmbrille, die üblicherweise enger rund um die Augen sitzt.
Ein praktischer Vorteil ist der Druckknopfmechanismus zum Verstellen des Bands. Gerade bei Kindern, die ihre Schwimmbrille regelmäßig auf- und absetzen, ist eine einfache Anpassung angenehm.
Speedo empfiehlt dieses Modell für Kinder von etwa 6 bis 12 Jahren. Das Alter ist ein guter Richtwert, trotzdem solltest du immer überprüfen, ob die Brille tatsächlich gut sitzt.
Unsere Empfehlung: Wähle die Biofuse 2.0 Junior, wenn deinem Kind vor allem Komfort wichtig ist und es regelmäßig Schwimmunterricht hat oder seine Bahnen schwimmt. Für Kinder, die empfindlich auf Druck rund um die Augen reagieren, ist dieses Modell einen ersten Anprobierversuch wert.
2. Arena Spider – eine einfache Wahl für junge Schwimmerinnen und Schwimmer
Für jüngere Kinder muss eine Schwimmbrille nicht kompliziert sein. Die Arena Spider hat ein schlichtes Design, eine weiche Silikondichtung und einen Nasensteg, der sich der Gesichtsform anpasst.
Das einzelne Kopfband lässt sich einfach verstellen. Dadurch ist die Spider interessant für Kinder, die ihre erste Schwimmbrille bekommen und sich erst an das Tragen gewöhnen müssen.
Die Passform ist eher kompakt. Deshalb solltest du darauf achten, ob die Brille ausreichend Platz rund um die Augen bietet und angenehm auf der Nase sitzt.
Das Modell ist vor allem für Kinder gedacht, die zum Spaß schwimmen, Schwimmunterricht besuchen oder ihre ersten Schritte im Schwimmbad machen. Für intensives Wettkampftraining gibt es Modelle, bei denen sich die Passform umfassender anpassen lässt.
Unsere Empfehlung: Du suchst eine unkomplizierte erste Schwimmbrille ohne viele zusätzliche Einstellmöglichkeiten? Dann ist die Arena Spider eine naheliegende Wahl. Achte aber darauf, dass sie gut am Gesicht sitzt – eine einfache Handhabung ist nur dann ein Vorteil, wenn die Brille gut passt.
3. Arena The One Mask Junior – für Kinder, die gerne mehr sehen
Manche Kinder finden eine herkömmliche Schwimmbrille mit zwei kompakten Gläsern weniger angenehm. Eine Schwimmmaske kann dann eine interessante Alternative sein.
Die Arena The One Mask Junior hat einen breiteren Rahmen, der einen größeren Bereich rund um die Augen umschließt. Das Modell bietet ein weites Sichtfeld und ist mit einer Dichtung ausgestattet, die sich unterschiedlichen Gesichtsformen anpasst.
Das kann beim Schwimmunterricht oder beim Freizeitschwimmen angenehm sein, wenn Kinder regelmäßig in ihre Umgebung schauen und sich im Wasser noch orientieren.
Die größere Form bedeutet nicht automatisch, dass die Maske jedem Kind besser passt. Da die Dichtung an einer anderen Stelle im Gesicht sitzt, empfiehlt es sich, sie mit einer herkömmlichen Kinder-Schwimmbrille zu vergleichen.
Unsere Empfehlung: Probiere die The One Mask Junior aus, wenn sich eine herkömmliche Schwimmbrille weniger angenehm anfühlt oder dein Kind ein weiteres Sichtfeld bevorzugt. Sie ist vor allem für komfortorientiertes Schwimmen eine interessante Option.
4. Speedo Vanquisher 3.0 Junior Mirror – für junge Wettkampfschwimmerinnen und Wettkampfschwimmer
Wenn dein Kind mehrmals pro Woche trainiert oder an Wettkämpfen teilnimmt, wird das Schwimmen anspruchsvoller. Dann kann ein sportlicheres Modell die bessere Wahl sein.
Die Speedo Vanquisher 3.0 Junior Mirror wurde für junge Schwimmerinnen und Schwimmer entwickelt, die eine kompakte Brille für Training und Wettkämpfe suchen.
Ein wichtiger Unterschied zu vielen bequemen Trainingsbrillen ist der verstellbare Nasensteg. Damit kannst du den Abstand zwischen den Gläsern an die Gesichtsbreite anpassen. Das doppelte Band trägt dazu bei, die Brille stabil zu positionieren.
Dieses Modell hat Spiegelgläser, die Blendungen und grelles Licht reduzieren. Das ist vor allem beim Schwimmen in hellem Licht praktisch, zum Beispiel im Freien.
Das Modell ist von World Aquatics für Wettkämpfe zugelassen. Entscheidend bleibt aber die Passform: Eine Wettkampfbrille, die auf die Nase drückt oder nicht gut abschließt, ist keine gute Wahl für dein Kind.
Unsere Empfehlung: Wähle die Vanquisher 3.0 Junior, wenn dein Kind regelmäßig trainiert, eine kompaktere Passform angenehm findet und eine für Wettkämpfe geeignete Schwimmbrille sucht.
Welche Schwimmbrille passt zum Alter deines Kindes?
Eine häufige Frage ist, ab welchem Alter ein Kind eine Schwimmbrille tragen kann. Dafür gibt es kein fixes Alter, das für alle Modelle gilt. Manche Brillen sind für jüngere Kinder entwickelt, andere speziell für ältere Juniorinnen und Junioren.
Jüngere Kinder und die ersten Schwimmstunden
Bei jüngeren Kindern ist es hilfreich, wenn sich die Brille einfach aufsetzen und verstellen lässt. Sie lernen erst, wie eine Schwimmbrille sitzen soll, und brauchen beim Anpassen oft noch etwas Unterstützung.
Eine weiche Dichtung und ein einfaches Kopfband sind deshalb gute Eigenschaften, auf die du achten solltest. Die Arena Spider ist ein Beispiel für ein Modell, das dazu passen kann.
Wichtiger als das angegebene Alter ist, dass sich dein Kind mit der Brille wohlfühlt. Sie sollte nicht auf die Nase drücken und rund um die Augen gut abschließen.
Kinder, die selbstständig schwimmen
Wenn Kinder länger am Stück schwimmen, wird der Tragekomfort während der gesamten Schwimmeinheit wichtiger.
Ein Modell wie die Speedo Biofuse 2.0 Junior kann dann angenehm sein. Die Kombination aus weichen Dichtungen und einfacher Verstellbarkeit eignet sich gut für den regelmäßigen Gebrauch.
Ein achtjähriges Kind kann übrigens eine ganz andere Passform brauchen als ein anderes Kind im selben Alter. Die Gesichtsform ist letztlich wichtiger als das Geburtsdatum.
Ältere Kinder und Wettkampfschwimmerinnen und Wettkampfschwimmer
Bei älteren Kindern, die intensiver trainieren, kannst du auch kompakte Junior-Wettkampfmodelle in Betracht ziehen.
Achte dabei besonders auf einen verstellbaren Nasensteg, den sicheren Sitz des Bands und den Abschluss rund um die Augen. Manche Kinder passen sogar schon gut in ein verstellbares Wettkampfmodell für Erwachsene.
Achte zuerst auf die Passform und wähle erst danach das gewünschte Modell.
Woran erkennst du, ob eine Kinder-Schwimmbrille gut passt?
Die Passform ist bei einer guten Kinder-Schwimmbrille am wichtigsten. Eine Brille kann noch so viele Eigenschaften haben – wenn sie nicht gut am Gesicht sitzt, bringt das beim Schwimmen wenig.
Du kannst die Passform in drei Schritten überprüfen.
1. Überprüfe den Sitz rund um die Augen
Setze die Brille vorsichtig auf das Gesicht deines Kindes, ohne das Band über den Kopf zu ziehen. Drücke die Gläser leicht an und schau, ob die Dichtung gut rund um die Augen anliegt.
Manche Brillen bleiben durch einen leichten Saugeffekt kurz sitzen. Das ist ein gutes Zeichen, aber keine Garantie dafür, dass die Brille beim Schwimmen dicht bleibt.
Bleibt die Brille überhaupt nicht sitzen, probiere eine andere Größe, einen anderen Nasensteg oder eine andere Form.
2. Stelle das Kopfband ein
Lege das Band anschließend um den Hinterkopf und ziehe es nach und nach fester, bis die Brille stabil sitzt.
Eine Kinder-Schwimmbrille muss nicht so fest wie möglich sitzen. Wenn du das Band extrem fest ziehen musst, damit kein Wasser eindringt, ist die Passform wahrscheinlich nicht optimal.
Bei einem doppelten Band kannst du die beiden Teile etwas auseinanderziehen, damit die Brille noch stabiler sitzt.
Lass dein Kind anschließend den Kopf bewegen und überprüfe, ob die Brille an ihrem Platz bleibt.
3. Frage dein Kind, wo es Druck spürt
Dein Kind soll dir sagen, ob sich die Brille angenehm anfühlt. Frage besonders nach der Nase, dem Bereich unter den Augen und dem oberen Rand der Augenhöhlen.
Ein leichter Sitz ist normal, Schmerzen oder deutlicher Druck sind aber ein Grund, die Einstellung zu ändern.
Bleibt der Druck bestehen, ist ein anderes Modell meist sinnvoller, als das Band immer wieder neu einzustellen.
Was, wenn eine Kinder-Schwimmbrille weiterhin undicht ist? Überprüfe zuerst, ob die Dichtung gut auf der Haut aufliegt und keine Haare dazwischen sind. Kontrolliere danach den Nasensteg und das Band. Ist die Brille trotz richtiger Einstellung undicht, passt ihre Form möglicherweise nicht zum Gesicht.
Welche Gläser eignen sich für den Schwimmunterricht und das Schwimmen im Freien?
Neben der Passform kann auch die Art der Gläser eine wichtige Rolle spielen. Vor allem die Lichtverhältnisse im Schwimmbad machen einen Unterschied.
Klare Gläser fürs Schwimmen in der Halle
Für den Schwimmunterricht im Hallenbad sind klare Gläser oft die angenehmste Wahl. Sie lassen viel Licht durch und ermöglichen eine natürliche Sicht auf die Umgebung.
Das ist praktisch für Kinder, die Anweisungen befolgen, sich im Wasser orientieren und ihre Schwimmtechnik verbessern.
Auch getönte Gläser können geeignet sein. In einem dunklen Schwimmbad sind klare Gläser für eine gute Sicht aber meist die bessere Wahl.
Wann sind Spiegelgläser praktisch?
Spiegelgläser reduzieren grelles Licht und Blendungen. Damit eignen sie sich besonders fürs Schwimmen im Freien oder in einem Schwimmbad mit viel Lichteinfall.
Sind Spiegelgläser also auch für den Schwimmunterricht in der Halle geeignet? Das ist möglich, aber nicht immer notwendig. In einem dunkleren Schwimmbad können stark getönte Spiegelgläser die Sicht sogar beeinträchtigen.
Wähle die Brille daher nicht nur nach ihrem Aussehen aus, sondern achte auf die Bedingungen, unter denen dein Kind üblicherweise schwimmt.
Warum ist Anti-Fog wichtig?
Viele Kinder-Schwimmbrillen haben eine Anti-Fog-Beschichtung, die das Beschlagen der Gläser von innen verringert.
Das ist bei längeren Schwimmeinheiten angenehm, weil dein Kind die Brille seltener absetzen muss, um wieder gut zu sehen.
Die Wirkung der Beschichtung kann mit der Zeit nachlassen. Berühre deshalb die Innenseite der Gläser möglichst wenig und befolge die Pflegehinweise der Marke.
So bleibt eine Kinder-Schwimmbrille länger angenehm zu tragen
Auch eine gute Schwimmbrille sollte richtig gepflegt werden. Spüle sie nach dem Schwimmen vorsichtig mit klarem Wasser ab und lass sie an der Luft trocknen.
Reibe die Innenseite der Gläser nicht mit einem Handtuch oder den Fingern ab. Dadurch kann die Anti-Fog-Beschichtung beschädigt werden.
Bewahre die Brille am besten in einem Schutzetui auf, damit die Gläser nicht an anderen Dingen in der Schwimmtasche reiben.
Lass die Brille vollständig trocknen, bevor du sie für längere Zeit verstaust.
Kontrolliere auch regelmäßig das Kopfband und die Dichtung. Kinder wachsen, und eine Brille, die früher gut gepasst hat, kann sich mit der Zeit anders anfühlen.
Welche Kinder-Schwimmbrille empfehlen wir?
Für die ersten Schwimmstunden würden wir mit der Arena Spider oder der Speedo Biofuse 2.0 Junior beginnen. Die Spider ist einfach in der Handhabung, während die Biofuse besonders dann interessant ist, wenn Komfort und ein weicher Sitz wichtig sind.
Wünscht sich dein Kind ein größeres Sichtfeld, ist die Arena The One Mask Junior eine gute Alternative. Für Kinder, die regelmäßig trainieren und an Wettkämpfen teilnehmen, ist die Speedo Vanquisher 3.0 Junior Mirror die sportlichere Wahl.
Letztlich entscheidet die Passform darüber, welches Modell am besten geeignet ist. Wähle zuerst eine Brille, die angenehm rund um die Augen und auf der Nase sitzt, und achte danach auf die zusätzlichen Eigenschaften.
Sieh dir alle Kinder-Schwimmbrillen von Arena und Speedo an und wähle das Modell, das zu deinem jungen Schwimmtalent passt.